Aus „General-Anzeiger“, Bonn, vom 7.Januar 2017

 

Für Isa­bels „Gra­ci­as“ hat es sich schon ge­lohnt

 

Franz Hu­cklen­bruch, Mit­grün­der von Ca­sa Ali­an­za vor 25 Jah­ren, über Hilfs­be­reit­schaft und die Not in Gua­te­ma­la

 

Er ist der „Mis­ter Gua­te­ma­la“. Vor 25 Jah­ren grün­de­te Franz Hu­cklen­bruch die Ca­sa Ali­an­za Kin­der­hil­fe Gua­te­ma­la. Zur er­sten Jah­res­ver­samm­lung im Rats­saal ka­men mehr als 70 Men­schen aus ganz Deutsch­land nach Bad Hon­nef. Mit dem frü­he­ren Stu­di­en­rat, der von An­fang an Vor­sit­zen­der des Ver­eins war, mitt­ler­wei­le in ei­nem gleich­be­rech­tig­ten Füh­rungs­te­am, sprach Ros­wit­ha Osch­mann zum Ju­bi­lä­um.

 

Wann wer­den Sie die Ge­burts­tags­tor­te an­schnei­den?

 

Franz Hu­cklen­bruch: Gar nicht. Wenn un­ser Ver­ein über­flüs­sig wä­re, dann hät­ten wir ei­nen Grund zum Fei­ern. Aber der Be­darf an Hil­fe und fi­nanz­iel­len Mit­teln ist bis heu­te rie­sig – und grö­ßer ge­wor­den.

 

Das ist frus­trie­rend?

 

Hu­cklen­bruch: Es ge­lingt im klei­nen Maß­stab, die Welt zu ver­bes­sern. Es funk­tio­niert, ei­nen klei­nen Schirm auf­zu­span­nen; der reicht nicht für al­le, aber des­halb wer­den wir ihn nicht zu­klap­pen.

 

Wie sieht die Hil­fe aus?

 

Hu­cklen­bruch: Un­se­re ge­mein­nüt­zi­ge Kin­der­hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on en­ga­giert sich für den Schutz und die Wie­der­ein­glie­de­rung der Stra­ßen­kin­der in Gua­te­ma­la. Wir tra­gen die Le­bens­hal­tungs- und Be­treu­ungs­kos­ten ehe­ma­li­ger Stra­ßen­kin­der und ar­bei­ten mit Re­fu­gio de la Ni­nez und La Ali­an­za zu­sam­men; die­se bei­den Or­ga­ni­sa­tio­nen bie­ten miss­brauch­ten Ju­gend­li­chen prak­ti­schen Schutz vor wei­te­rer se­xu­el­ler Ge­walt und or­ga­ni­sier­tem Men­schen­han­del. Bei­de stel­len Wohn­raum zur Ver­fü­gung, der ei­ne si­che­re Zu­flucht dar­stellt, sie ar­bei­ten aber auch an der Ver­bes­se­rung der Ge­set­zes­la­ge.

 

Was hat den Stein vor 25 Jah­ren ins Rol­len ge­bracht?

 

Hu­cklen­bruch: Die Idee war: Leh­rer ver­die­nen gut und könn­ten ei­ni­ge Tau­send Mark zu­sam­men­brin­gen, um ein Pro­jekt zu fi­nan­zie­ren. Es war von ei­nem klei­nen Be­trag die Re­de. Aber wir Grün­der – ei­ni­ge Leh­rer von Un­esco-Schu­len, Mit­glie­der von Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal – wur­den von ei­ner Art La­wi­ne er­wischt. Das Spen­den­auf­kom­men wuchs ra­sant an, die Me­dien stie­gen ein. Stra­ßen­kin­der wa­ren zu der Zeit noch kein The­ma. Bru­ce Har­ris, der La­tei­na­me­ri­ka­di­rek­tor der Kin­der­hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Ca­sa Ali­an­za, kam 1991 nach Deutsch­land, wir wur­den von der da­ma­li­gen Bun­des­ju­gend­mi­nis­te­rin An­ge­la Mer­kel emp­fan­gen, die die Schirm­herr­schaft über­nahm, die bis heu­te von den je­wei­li­gen Amts­nach­folg­erin­nen ge­tra­gen wird. Das Pro­jekt wur­de zum Selbst­läu­fer. Wer auf dem Ti­ger rei­tet, kann nicht her­un­ter. Die Re­so­nanz war rie­sig.

 

Auch in Bad Hon­nef war sie groß …

 

Hu­cklen­bruch: Die gan­ze Stadt war mo­bi­li­siert. Das Si­bi hat ei­nen Spen­den­lauf ge­macht. Sa­bri­na Stang war da­mals Schü­le­rin und or­ga­ni­sier­te das. Die Pfar­rer Franz Lurz und Uwe Lött­gen-Tan­ger­mann lie­fen ne­ben­ein­an­der mit. Fast al­le Hon­ne­fer Ge­schäfts­leu­te wa­ren Spon­so­ren.

 

Gibt es die Eu­pho­rie noch?

 

Hu­cklen­bruch: Die Ak­ti­vi­tä­ten wie in den 90er Jah­ren ma­chen wir nicht mehr, als wir mein­ten, die Milch­stra­ße muss zu But­ter ge­quirlt wer­den. Aber es ist noch im­mer toll, wie sich jun­ge Leu­te ein­set­zen. Ich tref­fe sie in Ham­burg, Trier, Wei­mar, Bonn, ge­ra­de erst in Her­ren­berg. Wir ha­ben 350 Mit­glie­der. Die Adres­sen­lis­te ist kür­zer ge­wor­den. Das Spen­den­auf­kom­men ist ge­sun­ken, aber im­mer noch hin­rei­chend, um un­se­re Pro­gramm­zu­sa­gen er­fül­len zu kön­nen. Nicht zu ver­ges­sen ist die Un­ter­stüt­zung durch die Ak­ti­on Welt­kin­der­hil­fe Bad Hon­nef, die uns pro Jahr mit 15 000 bis 25 000 Eu­ro un­ter­stützt. Das macht sta­bil.

 

Kön­nen Sie ei­ne Bi­lanz in Zah­len zie­hen?

 

Hu­cklen­bruch: Wir ha­ben in den 25 Jah­ren ins­ge­samt 3,4 Mil­lio­nen Eu­ro nach Gua­te­ma­la über­wie­sen.

 

Mit der Ban­ken- und Fi­nanz­kri­se in den USA ge­riet auch die Mut­ter­or­ga­ni­sa­ti­on von Ca­sa Ali­an­za, Co­ve­nant Hou­se in New York, in Schief­la­ge und be­en­de­te ih­re Ar­beit 2009. Da­mals spra­chen Sie von ei­nem schwar­zen Tag für Ca­sa Ali­an­za ...

 

Hu­cklen­bruch: Ja, aber wir be­ka­men So­li­da­ri­täts­be­kun­dun­gen oh­ne En­de. Da rief zum Bei­spiel ei­ne al­te Da­me aus der Ei­fel an und ver­dop­pel­te ih­re Spen­de von 35 Eu­ro auf 70. Da mel­de­te sich ein an­de­rer und frag­te, ob uns mit 10 000 Eu­ro erst ein­mal ge­hol­fen wä­re. Ich bin bis heu­te ver­blüfft da­rü­ber. Mit Re­fu­gio de la Ni­nez, das nach dem Fi­nanz­crash von ei­nem ehe­ma­li­gen Ca­sa-Ali­an­za-Mit­ar­bei­ter ge­grün­det wur­de, und mit La Ali­an­za – un­ter die­sem Be­griff ist Co­ve­nant Hou­se in Gua­te­ma­la zu­rück – ha­ben wir zwei gu­te Or­ga­ni­sa­tio­nen an un­se­rer Sei­te.

 

Die ei­ne Men­ge zu tun ha­ben?

 

Hu­cklen­bruch: Gua­te­ma­la ist kein Rechts­staat. Op­fer sind schutz­los, die Mor­dra­te ist hö­her als in Bag­dad, die ju­ris­ti­sche Auf­ar­bei­tung ten­diert ge­gen Null. Men­schen­han­del, se­xu­el­le Aus­beu­tung sind an der Ta­ges­ord­nung. In un­se­ren Ein­rich­tun­gen be­kom­men Min­der­jäh­ri­ge ei­ne Le­bens­per­spek­ti­ve, me­di­zi­ni­sche und psy­cho­lo­gi­sche Be­treu­ung, es er­folgt ei­ne ju­ris­ti­sche Auf­ar­bei­tung. Was sich po­si­tiv ver­än­dert hat: die Zu­sam­men­ar­beit mit den Be­hör­den. Frü­her wa­ren Kin­der­hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen Feind­bil­der. Jetzt schi­cken Be­hör­den Kin­der zu den Or­ga­ni­sa­tio­nen, die auch über 1000 Po­li­zis­ten schul­ten.

 

Al­so doch ein Licht­blick und nicht nur der Trop­fen auf den hei­ßen Stein?

 

Hu­cklen­bruch: 3,4 Mil­lio­nen in 25 Jah­ren – das macht Ro­nal­do in drei Mo­na­ten. Das ist Per­ver­si­on, die Ver­tei­lung der Gü­ter die­ser Er­de ist ein­fach nur ver­wer­flich. Als ich zum er­sten Mal nach Gua­te­ma­la kam, glaub­te ich, in ein Land zu rei­sen, in dem nichts wächst. Das Ge­gen­teil ist der Fall. Wo kommt die Ar­mut her? Wirt­schafts­un­ter­neh­men sau­gen das Land aus. Wir la­bo­rie­ren an Schä­den he­rum, die an­de­re an­ge­rich­tet ha­ben.

 

Ver­zwei­feln Sie an der Welt?

 

Hu­cklen­bruch: Mich wun­dert es, dass ich fröh­lich sein kann. Ich war frü­her Op­ti­mist und se­he die Welt mitt­ler­wei­le ne­ga­tiv. Die Ca­sa Ali­an­za hat mei­nen Blick ge­schärft. Es wa­ren sehr er­eig­nis­rei­che Jah­re. Aber ich den­ke an die elf­jäh­ri­ge Isa­bel, die mich bei mei­nem Be­such in Gua­te­ma­la um­arm­te und „Gra­ci­as“ sag­te. Da­für hat es sich ge­lohnt.

 

 

 

 

Grußwort der Bundesministerin Frau Schwesig zum 25-jährigen Bestehen von Casa Alianza

 

Grußwort von Fr. Schwesig 

 

Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e.V. ist 25 Jahre alt!

 

 

Am 17.10.1991 wurde Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e.V. in Bad Honnef gegründet und trägt seitdem die Kosten für die Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in Guatemala. Casa Alianza - das sind Sie, das seid ihr, weil mit den Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Stiftungsausschüttungen diese Arbeit möglich wird.

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Spendern und Mitgliedern!

 

Rita Kortmann, Sabrina Stang, Britt-Mari Walkembach, Wolfgang Claus, Franz Hucklenbruch

 

 

 

 

 

 

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2016

 

Am Samstag, dem 26. November 2016, findet um 15.00 Uhr im Büro von Casa Alianza, Luisenstrasse 13, 53604 Bad Honnef, die alljährliche Jahresversammlung statt.

 

 

Vorgesehene Tagesordnung:

 

1. Festlegung des Versammlungsleiters, des Protokollführers und der endgültigen Tagesordnung

2. Bericht des Vorstands

3. Kassenbericht

4. Entlastung des Vorstands

5. Vorstandswahlen

6. Verschiedenes

 

Honduras und Guatemala im Würgegriff der Gewalt

 

Gewalt, Terror und Bandenkriminalität bestimmen den Alltag in Zentralamerika. Fotograf Javier Arcenillas hält fest, was jeden Tag auf der Straße passiert - es sind zutiefst verstörende Bilder.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/honduras-und-guatemala-im-wuergegriff-der-gewalt-a-1058652.html

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Samstag, 14.11.2015, um 15.00 Uhr findet im Büro der Casa Alianza (Luisenstr. 13, 53604 Bad Honnef) die alljährliche Jahresversammlung statt. Dazu laden wir herzlich ein.

Vorgesehene TO :

  1. Festlegung des Versammlungsleiters, des Protokollführers und der endgültigenTagesordnung
  2. Bericht des Vorstands
  3. Kassenbericht
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Verschiedenes

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

La Alianza betreut derzeit 30 Mädchen, mehrere davon mit Babys. Im Refugio de la Ninez halten sich augenblicklich 45 betreute Jugendliche auf.

Eigentlich wäre es die Aufgabe des Staates Guatemala, der Fürsorgepflicht gegenüber Kindern und Jugendlichen nachzukommen. Das ist aber nicht der Fall. Die Interessen der Regierung sind anders orientiert. Dass Hilfsorganisationen wie La Alianza und Refugio de la Ninez in die Bresche springen und die Lage von Kindern und Jugendlichen zu bessern suchen, ist notwendig. Gleichwohl gibt es, gerade auch in Deutschland, kritische Stimmen: damit werde der Staat aus seiner Fürsorgepflicht und Verantwortung entlassen und erhalte dafür auch noch ein Alibi, weil jungen Menschen ja geholfen werde.

Es ist sicher wichtig, die staatlichen Institutionen in die Pflicht zu nehmen. Allerdings kann man Kinder und Jugendliche, die in Not sind, nicht so lange warten lassen, bis der Staat – vielleicht – einmal seiner Verantwortung nachkommt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte wäre dies eher unwahrscheinlich.

Man kann und muss diesen Missstand beklagen und anprangern – und gleichzeitig dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche einen Schutzraum haben, um der Ausbeutung durch skrupellose Organisierte Kriminalität zu entkommen.

Diesen Schutzraum stellen Refugio de la Ninez und La Alianza her. Qualifizierte Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Probleme junger Menschen medizinisch, psychologisch und juristisch behandelt werden. Lehrer unterrichten sie in handwerklichen Berufen und in politischer Bildung (Aufklärung über Menschenrechte, die Lage der Indigena, Ursachen der Armut und der Gewalt, insbesondere gegen Frauen). Sozialarbeiter helfen bei der Re-Integration in die Familien, wo dies möglich ist.

All das kostet. Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e.V. hilft seit nunmehr fast 25 Jahren, dass die Mittel für die Projektarbeit zusammenkommen. Casa Alianza – das sind Sie, das seid Ihr, weil mit den Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Stiftungsausschüttungen die Lebenshaltungskosten junger Menschen und die Gehälter für Anwälte, Ärzte, Köche, Erzieher, Psychologen und Sozialarbeiter finanziert werden können.

Wir sind froh, dass das geht. Vielen Dank !

 

Britt Mari Walkembach Sabrina Stang Rita Kortmann Wolfgang Claus Franz Hucklenbruch

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Nun endet bald das Jahr 2014, und für die Menschen in Guatemala, die wir unterstützen, bedeutet es, auf ein Jahr mit immer größer werdenden Problemen zurückzuschauen.

 

 

LA ALIANZA führt die Zahlen eines Gesundheitszentrums (Observatorio en Salud Reproductiva) an, wonach täglich 120 Mädchen zwischen 10 und 18 Jahren schwanger werden (fast 44 000 pro Jahr). 2 900 davon sind jünger als 14 Jahre. Von den 44 000 Schwangerschaften gehen rd 6 600 auf Missbrauch und Vergewaltigung zurück. Das bedeutet, dass 8 Schwangerschaften am Tag auf Verbrechen zurückzuführen sind.

Die Anzahl der Verbrechen, die nicht in einer Schwangerschaft oder mit einer Anzeige enden, kann man gar nicht absehen...

Die Unzahl dieser Übergriffe und Verbrechen wird begünstigt durch gesellschaftliche Gleichgültigkeit. Der Machismo in Lateinamerika ist genau so verwerflich wie traditionelle Rollenbilder wie etwa in Pakistan oder Indien.

Im Jahr 2013 hat es 570 Fälle von Menschenhandel gegeben, allerdings wurden nur 49 Fälle vor Gericht verhandelt. Die Justiz ist korrupt, wer Geld hat, geht straffrei aus.

Jugendliche, die zu LA ALIANZA kommen, leben oft auf der Straße und stammen meist aus armen oder extrem armen Schichten. Sie sind zwischen 12 und 18 Jahren alt und können meist weder lesen noch schreiben. Die Probleme sind vielfältig : erzwungene Schwangerschaft, Geschlechtskrankheiten, Stigmatisierung, Autoaggression, posttraumatische Belastungsstörung, Schuldgefühle, zurückgebliebene Entwicklung, Depression –

Diese Stichworte kennzeichnen die Zerstörung junger Menschen, während die Täter in Freiheit sind.

LA ALIANZA arbeitet gegen diese Zerstörung auf mehreren Gebieten. So wurden zB 1900 Polizisten geschult und für das Problem Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung sensibilisiert.

168 Mädchen wurden komplett betreut (juristisch, medizinisch, psychologisch, psychiatrisch) und erzieherisch aufgefangen. Es gab Kunstprojekte sowie spirituelle Angebote.

LA ALIANZA nennt vier Kategorien der Arbeit :

 

Proteccion (Schutz und Unterbringung)

Reintegracion  (Betreute Wiedereingliederung in die Familie, wo möglich)

Prevencion (Vorbeugung durch Aufklärung in Dörfern)

Justificacion (strafrechtliche Aufarbeitung der Verbrechen)

 

In gleicher Weise arbeitet das REFUGIO DE LA NINEZ. Dort wurden im vergangenen Jahr 147 Mädchen betreut. 211 Prozesse wurden vor Gericht geführt. Es gab 39 Verurteilungen und 2 Freisprüche. Prozesse gegen Täter dauern meist drei Jahre. Neben der medizinischen, psychologischen und juristischen Betreuung gibt es viele Aktivitäten, die der Stabilisierung und Erholung der Jugendlichen dienen. Singen, Tanzen, Malen und Theater sowie Kinobesuche sollen ihnen helfen, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Daher wird kein Geburtstag, kein Feiertag, kein Gedenktag ausgelassen, der als Anlass für ein Fest dienen könnte.

In 2013 wurden 70 Mädchen in der Bäckerei ausgebildet, 30 in der Nähstube. Alle lernen, einen Computer zu bedienen. Damit sollen ihnen Chancen eröffnet werden, einen Job zu finden.

290 Hausbesuche haben stattgefunden, um eine Wiedereingliederung in die Familie zu ermöglichen. Für Eltern gibt es eine Elternschule für Erziehungsberatung. Es gab 18 Veranstaltungen mit jeweils ca 60 Teilnehmern.

Das Refugio wird projektartig auch von UNICEF und Plan International unterstützt. Casa Alianza Kinderhilfe Guatemala e.V nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein, weil wir für Kontinuität sorgen.

Die Hilfe aus Deutschland ist also sehr wichtig, und wir freuen uns über einen sehr treuen Spenderkreis, der diese Hilfe leistet. Seit langem sind es bundesweit Schulen, Kirchengemeinden und Weltläden. Und es gibt viele gr0ßzügige Privatpersonen, die teils erhebliche Mittel bereitstellen. Auch verzichten viele auf Geburtstags- oder Hochzeitsgeschenke und bitten stattdessen um eine Spende für Casa Alianza.

Nicht zu vergessen die jährliche Scheckübergabe der Stiftung aktion-weltkinderhilfe : Dieses Jahr wurde bei eines Benefiz-Aktion ein Scheck  über 15. 000,- Euro  übergeben.

 

Allen Spendern gilt unser Dank !

 

 

Um Porto- und Verwaltungskosten zu reduzieren, haben wir dieses Jahr das Verschicken unseres Rundbriefs als Infopost eingestellt und informieren jetzt  über unsere homepage (casa-kinderhilfe.de). Wenn es gewünscht wird, senden wir natürlich den Rundbrief auf dem Postweg. Wir denken, dies ist im Sinne von allen.

 

Wir vom Vorstand wünschen allen schöne Festtage und ein gutes Jahr 2015 !

 

 

 

Sabrina Stang       Rita Kortmann            Britt-Mari Walkembach                                        Wolfgang Claus          Franz Hucklenbruch

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Einladung zur Jahresversammlung 2014

Am Samstag, dem 8. November 2014, findet um 15.00 Uhr im Büro von Casa Alianza (Luisenstrasse 13, 53604 Bad Honnef) die alljährliche Jahresversammlung statt.

Vorgesehene Tagesordnung:

  1. Festlegung des Versammlungsleiters, des Protokollführers und der endgültigen Tagesordnung
  2. Bericht des Vorstandes
  3. Kassenbericht
  4. Entlastung des Vorstandes
  5. Vorstandswahlen
  6. Verschiedenes

 

---------------------------------------------------------------------------------------------

Jahresversammlung 2013

Wir laden zu unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung am 30.11.2013 ganz herzlich ein! Wir treffen uns in der Luisenstrasse 13 in Bad Honnef um 15.00 Uhr.

----------------------------------------------------------------------------------------------

 

Nachrichten aus Guatemala haben es so an sich, dass sie in der Regel von üblen Ereignissen handeln. Oft sind es alarmierende Meldungen über Menschenrechtsverletzungen und Straffreiheit, oder die wachsende Not der Bevölkerung, oder ein Erdbeben.

 

Diesmal gibt es eine gute Nachricht : Der ehemalige Diktator General Efrain Rios Montt wurde kürzlich zu 80 Jahren Haft verurteilt. Er hatte im Bürgerkrieg gegen die Maya Hunderte Dörfer ausradieren und die Bevölkerung töten lassen. In der blutigen Geschichte des Landes war seine Diktatur besonders blutig. Wenn er seine Haftstrafe auch nicht voll verbüßen kann – er ist inzwischen 86 Jahre alt – so sehen Menschenrechtler in Guatemala den Richterspruch als bahnbrechendes Zeichen.

Auch die übelste Diktatur kommt nicht davon.

 

Es gibt noch eine erfreuliche Mitteilung : Am 11. Juni (19:30) wird Andreas Boueke im Rathausfoyer in Bad Honnef sein neuestes Buch vorstellen. Der Journalist arbeitet und lebt seit über 20 Jahren in Guatemala und berichtet immer wieder über die Lage im Land. Oft hat er in Rundfunksendungen und überregionalen Zeitungen auch die Arbeit von Casa Alianza beleuchtet. Sein neues Buch heißt „Recherchen auf heißem Pflaster“ und schildert Machenschaften von skrupellosen Ölfirmen und korrupten Politikern. Die Autorenlesung wird einen Blick auf Mittelamerika ermöglichen, der gleichzeitig durch eine Ausstellungseröffnung des Bonner Künstlers Wolfgang Hunecke geschärft wird. Es werden neben eigenen Werken auch Grafiken junger Künstler aus Mittelamerika gezeigt. Besonders eindrucksvoll sind die Arbeiten Huneckes zu indianischen Felsritzungen, die vor Kolumbus entstanden sind. Hunecke hatte die Felsritzungen in Nicaragua entdeckt und Prägestrukturen („Petroglyphenfrottage“) davon angefertigt.

Zur Autorenlesung und der Vernissage wird es eine Scheckübergabe durch die „aktion weltkinderhilfe“ geben. Die in Bad Honnef ansässige Stiftung hat in den letzten Jahren beträchtliche Mittel für die Arbeit von Casa Alianza bereit gestellt. Auch Andreas Boueke wird wieder einen Scheck in Empfang nehmen können : Er hat zahlreiche Hütten im Hochland Guatemalas mit Kochöfen ausgestattet und damit für bessere Luft gesorgt. Traditionell brennt in diesen Hütten Tag und Nacht ein Feuer – ohne Rauchabzug. Entsprechend schwerwiegend sind die Atemwegserkrankungen, besonders bei Kindern.

Jetzt zieht der Rauch nach draußen ab, und es wird nur noch ein Drittel der sonst erforderlichen Holzmenge gebraucht. So einfach kann es gehen!

Wir möchten Sie herzlich zu dieser Vernissage/Autorenlesung einladen.

 

Was es sonst zu berichten gibt, finden Sie im Rundbrief. Die Arbeit im „Refugio de la Ninez“ und in „La Alianza“ gehört zu den übelsten Themen unserer Welt. Es ist gut, dass sie gemacht wird, und sehr erfreulich ist die massive Unterstützung durch Sie und Euch. Auch davon berichtet der Rundbrief. Daher ein ganz herzlicher Dank !